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Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit

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Liebe Gemeinde, liebe Besucher, 

haben Sie schon einen Tannenbaum? Ist noch etwas früh, oder? Nachher nadelt der bis Weihnachten. Oder hegen und pflegen Sie ihn schon besonders, weil die guten Bäume schon zeitig vergriffen sind?

Mit dem Baumkauf ist das so eine Sache. Unsere Großmutter schaffte es manche Jahre, bei vier bis fünf verschiedenen Verkaufsstellen nach dem geeigneten Baum zu schauen. Ja nicht zu krumm, nicht zu wenig oder zu viel Äste und bloß keine doppelte Spitze. Den geeigneten Baum zu finden – ein Meisterstück. Und dann noch das aufstellen. Wenn die Familie dann zusammenkam, hielten wir gespannt den Atem an, ob diejenigen, die beim Kauf nicht dabei waren, den Mut aufbrächten und den Baum kritisieren würden. Und wenn es doch geschah – was nicht gerade selten war – hingen für einige Minuten der Christbaum und der Haussegen schief. Schließlich hatte sich unsere Oma große Mühe gegeben, den Baum zu schmücken. Ihn noch schöner werden zu lassen.

Mir tun die Bäume dann oft leid, für wenige Wochen stehen sie, erfreuen Groß und Klein, betören uns mit ihrem harzigen Duft. Und dann war es das. Vielleicht landen sie noch im Ofen, vielleicht auch nur im Müll. Ich denk dann immer: Die standen doch so schön im Wald. Was natürlich ein verkehrter Gedanke ist: Zum einen kommen die meisten unserer Christbäume aus dem Anbau, zum anderen kann ich dem Baum doch nicht so Leben einhauchen. Abwegig ist der Gedanke trotzdem nicht. So wie wir mit den Bäumen – mit Gottes Schöpfung - umgehen, würde Gott niemals mit uns Menschen umgehen. Da gibt es keine Auslese. Du bist zu schief, du warst auf der krummen Bahn, du bist mir nicht licht genug, du bist mir zu undurchsichtig. Das macht Gott nicht. Gott nimmt jeden von uns an, wie wir sind. Mit all unseren Macken, Kanten und Ecken und Fehlern. Und Gott lässt uns das spüren, indem er in Jesus Mensch wird. In unsere imperfekte Welt hineinkommt, um sie mit sich zu versöhnen. Das wäre doch auch mal ein Grund, auch einen Christbaum mit Makel zu haben. Unser Christbaum zuhause hatte letztes Jahr zwei Spitzen...

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in dieser Advents- und Weihnachtszeit ganz besonders spüren, wie lieb Sie Gott hat – so wie Sie sind.Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Übergang in ein gesegnetes 2012 wünscht Ihnen – auch im Namen des Kirchenvorstandes und aller Mitarbeiter
Ihre Pfarrerin Barbara Scholz

 
Termine der Gemeinde
Herrnhuter Losungen
Montag, 21. Mai 2012
Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.
Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.